Besteuerung

Wie wird die Leibrente besteuert?

Bei der Leibrente ist nur der so genannte Ertragsanteil steuerpflichtig. Er ist abhängig vom Lebensalter bei Abschluss des Vertrages. Bei 70-Jährigen beträgt der Ertragsanteil an den Rentenzahlungen 15 Prozent. 

Das heißt: 15 Prozent der Rentenzahlung sind „steuerpflichtiges Einkommen“. Der Ertragsanteil sinkt kontinuierlich mit steigendem Alter, so liegt der Wert bei 85-Jährigen nur noch bei 5 Prozent. So ist bei einem 85 jährigen sind also in jedem Fall 95 Prozent der Rentenzahlung steuerfrei. Wie hoch eine etwaige Steuerlast konkret ausfällt, hängt zudem von den individuellen steuerlichen Verhältnissen ab. Es spielt hierbei die Höhe der anderen steuerpflichtigen Einkünfte, der tatsächliche gesetzliche Grundfreibetrag, der gesetzliche Steuertarif sowie die Veranlagungsart eine entscheidende Rolle.

 Allein aus dem steuerpflichtigen Ertragsanteil der Rentenzahlung ohne weitere steuerpflichtige Einkünfte entsteht aufgrund der gesetzlichen Freibeträge in der Regel keine Steuerlast.

Bei einer Leibrente muss nur der Ertragsanteil versteuert werden. Dieser ist vom Alter bei Beginn der Leibrente abhängig. Und der Ertragsanteil wird dem Einkommen zugeschlagen und ist natürlich nur steuerbar, wenn das Gesamteinkommen entsprechend hoch ist.

  1. Alter 65-66 Jahre: 18%
  2. Alter 67 Jahre: 17%
  3. Alter 68 Jahre: 16%
  4. Alter 69-70 Jahre: 15%
  5. Alter 71 Jahre: 14%
  6. Alter 72-73 Jahre: 13%
  7. Alter 74 Jahre: 12%
  8. Alter 75 Jahre: 11%
  9. Alter 76-77 Jahre: 10%
  10. Alter 78-79 Jahre: 9%
  11. Alter 80 Jahre: 8%
  12. Alter 81-82 Jahre: 7%
  13. Alter 83-84 Jahre: 6%
  14. Alter 85 Jahre: 5%

Eine Besteuerung als privates Veräußerungsgeschäft kann ausgeschlossen werden, wenn die Immobilie im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorhergehenden vollen Jahren selbst bewohnt wurde – oder in der Zeit zwischen Anschaffung und Verkauf. Das lebenslange Wohnrecht spielt steuerlich keine Rolle.